Marion's zweiter Hund: Azawakh Rüde

 Azol ag Tin Akouf

 Bild:9 Jahre

Vater: unbekannter Jagd-Azawakh (Burkina Faso)

Mutter: Toda (Burkina Faso)

Züchter: Bella Nomaden (Burkina Faso)

Importiert von ABIS

geboren am 14.01.1993

Beim Brunnen von Tin-Akouf in Burkina Faso

gestorben am 24.06.2006

 

Bild:9 Jahre

Weil Tamakarrat sich ganz auf mich fixiert hatte und ich immer ein schlechtes Gewissen hatte wenn er alleine sein musste, machte ich mich auf die Suche nach einem zweiten Hund.

Bild: 4 Jahre

Monika Kessler aus der Schweiz hatte davon gehört, trat an mich heran und meinte, dass sie den passenden Kandidaten hätte. Also machten mein Ex-Mann und ich uns auf in die Schweiz um ihn anzuschauen. Er entsprach so gar nicht meinen Vorstellungen, aber mein Mann wollte ihn gerne haben. Monika war der Meinung das dies ein sehr Charakter-Starker Rüde sei, der ein Hundeerfahrenes Zuhause braucht. Mich reizte die Herausforderung und ich wollte auch wissen, wie die Importhunde tatsächlich sind. Monika vertraute uns den kleinen Kerl an und Azol fuhr mit uns nach Hause ins Schwabenland. Da war er gerade 8 Wochen alt.

 Bild: 13 Jahre

Er war ein richtiger kleiner Draufgänger mit dem ich im laufe seiner Entwicklung einige Höhen und Tiefen erlebt habe. Deshalb besuchten wir auch einen Hunde-Platz wo er etwas lernen sollte. Azol hatte unheimlichen spass am Agility das dort auch angeboten wurde. Er konnte sogar in der Vereins Meisterschaft den 3. Platz bei den Anfängern belegen. Durch sein Import-Erbe war sein Hetztrieb besonders stark ausgeprägt. Wir hatten eine sehr aktive Zeit zusammen, wo er viele schöne Rennen gelaufen hat. Dadurch erlief sich Azol auch die Leistungsurkunde. Sogar Deutscher Kurzstrecken Meister 1997 wurde er.

Aber seine Leidenschaft war immer das Coursing, wo er vielfach 1.oder 2. wurde. 

In Freiburg 3.Platz

Die Ausstellung war so gar nicht seine Domäne, er konnte die nötigen 2 SG's für die Ankörung erringen. Aber die Körkommision war Meinung, dass er nicht wertvoll für die Deutsche Zucht sei. Ich war ehrlich gesagt, nicht unglücklich darüber da ich ihn wegen seinem Wesen nicht gerade für Zuchttauglich empfunden habe.

Azol war wirklich ein starker Rüde, der mich oft zum verzweifeln brachte, aber er wurde mir gegenüber nie wirklich böse, ich musste nur lernen mich durchsetzten. Er hatte Nerven wie Stahlseile, einen Dickkopf wenn er nicht wollte. War ruhig, souverän, immer todernst, schmusig, anhänglich, wachsam und verteidigungsbereit im Haus oder Wohnwagen oder wo auch immer wir waren. Ein typischer Azawakh eben.Trotz alledem ist er immer ein Menschenfreundlicher Hund gewesen, der sich auch gerne von Fremden streicheln ließ, all das war mein Azol.

Je älter er wurde um so liebevoller, sanfter und auch verspielter wurde er, ja er konnte sogar ein richtiger Clown sein.

 Bild: 12 Jahre

Azol hatte nach einem Kampf mit Tamakarrat die Führung in unserer Hunde-Gruppe übernommen. Damit war er aber völlig überfordert, es hat ein Jahr gedauert und viele Löcher in den anderen Hunden gekostet, bis er auch ein Chef wurde. Dies war er dann, neben Emecheta, immer unangefochten. 

 An seinem Todestag

Wir durften schöne und kostbare Jahre zusammen verbringen. 

Azol lebte 13 Jahre, 5 Monate und 10 Tage.

Obwohl er in jungen Jahren nie krank gewesen ist und auch keine Verletzungen hatte, bekam er im Alter von 10 Jahren das erstemal mit dem Rücken Probleme.

Das hat sich dann alleine regeneriert und er wurde nochmal richtig fit.

Im letzten halben Jahr seines Lebens fingen die Rückenprobleme wieder an. Azol war ein geduldiger Patient, es wurde alles probiert, aber sein Zustand verschlechterte sich zusehends.

Die letzten 14 Tage konnte er ohne Hilfe nicht mehr alleine aufstehen und kaum noch laufen. Wir haben alles versucht, aber kein Schmerzmittel hat ihm mehr geholfen und wir mussten die schlimmste Entscheidung unseres Lebens treffen ihn zu erlösen.

An diesem Tag lachte die Sonne vom Himmel und er genoß sie nochmal so richtig. Die Tierärztin war so lieb und kam zu uns in den Garten und erlöste ihn dort, im Kreise seiner Familie. Selbst Sabrina und Ramon kamen extra zu uns, um bei ihm zu sein und den letzen Weg gemeinsam mit ihm zu gehen. Es war eine Erlösung für ihn.

Und doch war es furchtbar, denn er fehlt uns so sehr. Er hinterließ ein Loch in unserer zwei und vierbeinigen Familie. Ich wurde mir erst da bewußt, wie sehr ich doch an ihm gehangen habe. Solli hat mich verlassen, er ist aber für immer in meinem Herzen.